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Denke ich an Kafka, werde ich zum Fuchs

Raija Siikavirta, cJörg Langhorst

Uraufführung

Ensemble 9. November (E9N)

»Denke ich an Kafka, werde ich zum Fuchs«

Musiktheater nach der Erzählung von David Garnett

Donnerstag, 02.11.17 20.00 Eur 18/12
Freitag,    03.11.17 20.00 Eur 18/12
Samstag,    04.11.17 20.00 Eur 18/12
Sonntag,    05.11.17 18.00 Eur 18/12
Mittwoch,   15.11.17 20.00 Eur 18/12
Donnerstag, 16.11.17 20.00 Eur 18/12 Vorbestell
Freitag,    17.11.17 20.00 Eur 18/12 Vorbestell

Wenn Frauen fuchsig werden...David Garnett, englischer Autor, bewegte sich in den berühmten literarischen Zirkeln um Virginia Woolfs 'Bloomsburrygroup'. Bekannt wurde er vor allem nach dem Erscheinen seiner Novelle "Dame zu Fuchs" 1922. Zehn Jahre nachdem Franz Kafka seinen Gregor Samsa in ein unwürdiges Insekt verwandelte, findet hier eine ebenso merkwürdige Metamorphose statt:"Mann bleibt Mann, Frau wird Fuchs". Leichtfüßiger, jedoch weniger düster als Kafkas Verwandlung, erleben wir beim Autor ein ironisch gestricktes Verhältnis zwischen Mensch und Tier. Das Zusammenleben mit Mrs. Tebricks fortschreitender "Verpelzung", mit Humor und einer allumfassenden Wärme beschrieben, erweist sich dennoch als äußerst komplex. Der Prozess der Verwilderung schreitet voran, erzeugt jedoch immer wieder Funken menschlicher Nähe. Unaufhörlich strahlt die Liebe Mr. Tebricks zu seiner Fähe, schmerzhaft komisch in seinem Bemühen, sie als Frau und später auch als Tier anzuerkennen. Eingebaut ist ein dramatischer Schachzug von 3 Fabelwesen, die sowohl die Atmosphäre als auch die Handlung mit Choreografien, Objekten und obskuren Bildern anheizen. "Dame zu Fuchs" ist eine Liebesgeschichte, die aus ungewöhnlichen Perspektiven an den Gitterstäben der Konventionen rüttelt." (Deutschland Funk) "Ein wunderbares Vexierbild der Liebe", ein Taumel rasanter Bilder, voll trunkener Ästhetik, außergewöhnlichen Objekten und Kostümen, lassen raffinierte Rhythmen und rätselhafte Körpersprache entstehen. Wie immer ein "Gesamtkunstwerk".

»Schauspiel, Tanz, Musik, Gesang, Film - Körte lässt keine Kunst aus, sondern führt die Gattungen zu einem unterhaltsamen Gesamtkunstwerk zusammen. Ja, in dieser Inszenierung zeigt die Regisseurin, dass sie durchaus einen Spaß zu machen versteht. (..) Was hätte Kafka wohl dazu gesagt? Wahrscheinlich hätte er Körte gebeten seine "Verwandlung" in ähnlicher Art auf die Bühne zu bringen.« (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.11.2017)

»Das Ensemble 9. November führt (...) in eine Zauberwelt der Metamorphosen. Musikalisch - angeführt von Elvira Plenar am Klavier (...) Szenisch, indem seltsame Wesen die Erzählregie ünernehmen und die wie für diese Rolle auf die Welt und zu ihrem Beruf gekommene Raija Siikavirta sich in die Füchsin verwandelt. (...) Zärtlichkeit und Schönheit obsiegen im Gallus Theater in einer denkbar verschrobenen Lage.«(Frankfurter Rundschau, 4./5. November 2017)

Darsteller/Innen: R. Siikavirta (Füchsin), M. Fernbach (Mr. Tebrick)
Fabelwesen: J. Karthaus, H. Linde, D. Mendez
Komposition,Sound-Design, am Flügel: Elvira Plenar
Zeichentrick Film: Eleonore Poth
Kostüme: Margarete Berghoff
Regieassistenz: Hanna Linde
Inszenierung und Dramaturgie: Helen Körte
Bühne und Objekte: Wilfried Fiebig

Karten: Voll 18,00 Euro
Karten: Erm. 12,00 Euro

Raija Siikavirta, cJörg Langhorst Raija Siikavirta, cJörg Langhorst Raija Siikavirta, cJörg Langhorst