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Verdacht auf Wirklichkeit

Teresa Wenz Deborah Schmidt
Ausstellung

Teresa Wenz / Deborah Schmidt

»Verdacht auf Wirklichkeit«

Malerei

Montag, 6.1.14 20.00 frei Karten

In ihrer Doppelausstellung »Verdacht auf Wirklichkeit« präsentiert die Studentin Teresa Wenz ihre Abschlussarbeit im Studiengang Kunstpädagogik in Malerei bei Klaus Lomnitzer. Ihre Malerei lotet das Verhältnis Wirklichkeit und Abstraktion aus. Dabei treten die Malereien, die figürliche Elemente sehr distanziert als Formen begreifen, in einen Dialog mit Werken von Deborah Schmidt, die ebenfalls Malerei studiert und deren Menschendarstellungen den Betrachter sehr direkt ansprechen.

Teresa Wenz, geboren 1988 in Kaiserslautern, hat 2007/08 zwei Semester an der Freien Kunstschule Stuttgart studiert und danach ein Studium der Kunsterziehung mit den Schwerpunkten Neue Medien und Malerei an der Johann Wolfgang Goethe Universität absolviert: Der Titel »Verdacht auf Wirklichkeit« ist an ein Zitat von Thomas Scheibitz angelehnt, der davon spricht, dass es bei seinen Arbeiten 'immer einen Bezug zur Wirklichkeit, einen Verdacht auf Realität' gäbe. Einen Verdacht auf Realität bzw. Wirklichkeit gibt es auch in der Malerei von Teresa Wenz, in der sie sich mit Elementen ihrer subjektiven Wirklichkeit beschäftigt. Das können bereits existierende Bilder wie Fotografien oder Filmstils sein, aber auch Graffitis oder reale Dinge ihrer Umgebung. Ihre Malerei bewegt sich zwischen abstrakten und abstrahierenden Formen.

Im Zentrum der Malerei von Deborah Schmidt steht die Beschäftigung mit Körpern und Menschen, die eine bestimmte Haltung einnehmen oder eine Bewegung ausführen. In der Bewegung und bestimmten Haltungen finden sich Momente der Aneignung, Momente der Transformation, der Grenzüberschreitung und der Poesie. Körper ist Produkt gesellschaftlicher Normen, eingeschrieben in Macht- und Herrschaftsverhältnisse - ökonomische Verhältnisse - Körperpolitiken. Deborah Schmidt versucht in ihrer Arbeit Prozesse der Konstruktion von Geschlecht und Sexualität aufzudecken. Dabei soll die Ordnung der Zweigeschlechtlichkeit und der heteronormative Blick auf Körper in Frage gestellt und mit Geschlechterstereotypen gebrochen werden. Deborah Schmidt geboren 1983 in Berlin ist Politologin und studiert Kunst und Politik auf Lehramt an der Goethe Universität.

Die Ausstellung ist geöffnet vom 7. - 31. Januar Mo. - Fr. von 14.00 bis 18.00 Uhr und zu den Theaterveranstaltungen.


Teresa WenzDeborah Schmidt