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Lampedusa

Tertilt, Stirner, Hebold 

Premiere

Daedalus Company

»Lampedusa«

von Henning Mankell

Donnerstag, 24.4.14 20.00 Eur 16/11
Freitag,    25.4.14 20.00 Eur 16/11
Samstag,    26.4.14 20.00 Eur 16/11
Sonntag,    27.4.14 20.00 Eur 16/11
Mittwoch,   14.5.14 20.00 Eur 16/11
Donnerstag, 15.5.14 20.00 Eur 16/11
Freitag,    16.5.14 20.00 Eur 16/11
Samstag,    17.5.14 20.00 Eur 16/11

Die Daedalus Company bringt nun mit Henning Mankells »Lampedusa« bereits die achte Produktion bei uns heraus.

Es ist ein Stück über Ursache und Wirkung von Vorurteilen und erzählt vom Kampf der Kulturen in der heutigen Zeit. Das Drama wurde 2006 im Taastrup Teater bei Kopenhagen in Dänemark uraufgeführt und hatte im Mai 2007 bei den Ruhrfestspielen in Recklinghausen seine Deutsche Erstaufführung.

»Die größten Gegensätze, die es heute gibt, liegen zwischen dem, was die Menschen denken, und zwischen dem, was sie sagen. Dort sind die Mauern. Dort sind die Elektrozäune.« (Titania aus dem Stück "Lampedusa")

Anna ist eine junge schwedische Fernsehmoderatorin und hat ihre eigene Sendung, einen Polittalk. Sie hat Titania eingeladen, eine hoch gebildete und nicht-schwarze Muslima aus Sambia, die jetzt in Schweden lebt. Ihre Familie flüchtete in den 70'er Jahren vor Idi Amins Rassismus im benachbarten Uganda, der in seiner Bevölkerung Menschen wie sie gnadenlos ermorden ließ. Titania erweist sich für Anna jedoch als schwierige Kandidatin. Ihre Vorurteile gegenüber Titania sind nicht zu halten und das Bemühen um gegenseitige Anerkennung spitzt die Situation zu. Außerdem hat Titania einen eigenen starken Beweggrund sich in dieser Sendung zu präsentieren, von dem Anna noch nichts weiß...

»Ich frage mich manchmal: Wo ist das Zentrum Europas? Manche sagen, es liegt in Paris wegen der Künste, andere nennen London wegen der Wirtschaft. Ich aber glaube, das symbolische Zentrum Europas ist dieser Tage Lampedusa. Weil sich auf dieser kleinen Insel entscheidet, welche Art von Europa wir haben wollen. Was dort passiert, ist noch nicht das Ende. Und es ist auch nicht nur ein Problem Italiens. Es betrifft uns alle, aber Europa geht mit dieser Herausforderung der Migration nicht sehr gut um. In Lampedusa sind die Türen nicht nur geschlossen, es ist rund um sie auch noch ein hoher Zaun gespannt. Warum bauen wir nicht eine symbolische Brücke von Nordafrika nach Gibraltar? Damit könnten wir die Probleme von Lampedusa lösen. Vielleicht verstehen wir eines Tages, dass Brücken wichtiger sind als Zäune.«(Henning Mankell, 2011)

Henning Mankell arbeitet seit 1968 sehr erfolgreich als Autor und Theaterregisseur in Schweden und seit 1985 auch in Maputo, Mosambik. Er erhielt für sein literarisches Werk und sein Engagement in Afrika zahlreiche Auszeichnungen und Preise. Er verbringt mehr als die Hälfte des Jahres in seiner Wahlheimat Maputo, Mosambik, wo er 1985 ein Theater mit begründete.

Mit: Birte Hebold (Anna), Mirjam Tertilt (Titania), Pedro Stirner (Anders Persson)
Regie: Regina Busch
Ausstattung: Johanne Schröder
Szenische Grafik: Laura Robert
Sound: Frank Marheineke
Licht: Jan Hartmann
Dramaturgie: Lynnette Polcyn
Fotos: Frank Marheineke

Tertilt, Hebold Stirner