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Tactile Prototypes

Tactile Prototypes(c) Christian Schuller 

Premiere

Glogowski/Hartung/Rodriguez

»Tactile Prototypes«

Konzert-Performance

Donnerstag, 29.10.20, 20:00, Eur 18/10
Freitag,    30.10.20, 20:00, Eur 18/10
Samstag,    31.10.20, 20:00, Eur 18/10
Dauer ca. 60 Minuten

Wie hat ein Musikinstrument eigentlich auszusehen und zu klingen, um als solches anerkannt zu werden? Wo verläuft die Grenze zwischen Handwerk und Do-It-Yourself? Zwischen profundem Tun und engagiertem Dilletantismus?

In der Tradition der westlichen Musik gilt das Gesetz der Darwin’schen Selektion: die Musikinstrumente, die wir heute kennen, sind nur der eine Teil der Geschichte. Ihre Erscheinungsform beruht auf Kompromissen und Normierungen. Was wurde aussortiert? Wie könnte alles ganz anders klingen?

»Tactile Prototypes« versammelt eine ganze Reihe eigenwilliger Saiteninstrumente, hybrider Formen und instrumenteller Freaks, die live bespielt und zum Klingen gebracht werden. Die Performer Gregor Glogowski und Diego Ramos Rodríguez begeben sich dabei auf die Suche nach den Randgeräuschen, abseits des wohltemperierten Klangs. Ein szenisches Konzert zwischen physikalischer Klangforschung, gemeinsamer Improvisation, analoger Elektronik und Proto-Folk-Music beginnt.

Tactile Prototypes wird gefördert von dem Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main und dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst. Die Residenz der Entwicklung der Instrumente fand mit der freundlichen Unterstützung des Mousonturm Frankfurt am Main statt. Geprobt u.a. im Z - Zentrum für Proben und Forschung und im Kontor in Leipzig.

Zu den Künstlern:
Nach unterschiedlichen künstlerischen Werdegängen führte Gregor Glogowski und Benjamin Hoesch das Studium der Angewandten Theaterwissenschaft in Gießen zusammen. Ihre Arbeiten entstehen mit zahlreichen Kompliz*innen verschiedener Disziplinen und wurden international zu Festivals eingeladen (Körber Studio Junge Regie, Radikal Jung Festival, TONLAGEN Festival der zeitgenössischen Musik am Festspielhaus Hellerau, World Stage Design Scenofest in Taipeh/Taiwan) und sie übernahmen Lehraufträge an der Taiwan National University of the Arts und der HKU University of the Arts Utrecht.

Diego Ramos Rodríguez appears regularly as a composer and violinist in numerous festivals and venues in Europe, USA, Israel and Asia. His compositions have received several awards and been performed and broadcasted more than ten countries around the world. His body of work includes concert and film music, multimedia pieces and music theater, often collaborating with other artists and musicians such as composers Heiner Goebbels and Helmut Lachenmann, Ensemble Modern, writer Nuno Ramos and filmmaker Timm Kröger. He was involved in the restoration of Abel Gance's chef d'uvre La Roue (1923) in collaboration with Bernd Thewes, François Ede, Arte/ZDF, L'image retrouvée and the Berlin Radio Orchestra (RSB)

Konzept: Gregor Glogowski, Friedrich Hartung, Diego Ramos Rodríguez
Music und Performance: Gregor Glogowski und Diego Ramos Rodríguez
Instrumentenbau: Friedrich Hartung
Light-Design: Benjamin Hoesch
Sound-Design: Davide Gagliardi
Fotos: Christian Schuller

Gregor Glogowski (c) Christian Schuller Diego Ramos Rodriguez (c) Christian Schuller Diego Ramos Rodriguez, Gregor Glogowski (c) Christian Schuller